|
Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen hatte sich ein Schweitenkirchener Judoka für die Deutsche Judo- Finalrunde in Herne/N-Westfalen qualifiziert. Die amtierende süddeutsche Vizemeisterin Annika Labs versuchte wie Viola Wächter bei den Frauen und Franziska Zellner bei den Frauen U17 in der Altersgruppe Frauen U20 ebenfalls aufs Podest zu springen, aber dazu fehlten ihr am Ende noch zwei Siege. Ihre bei der Süddeutschen Meisterschaft erlittene Leistenverletzung machte sich noch immer bemerkbar und war ein deutliches Hindernis. Immerhin belegte Labs noch vor der Süddeutschen und Bayerischen Meisterin Julia Töpfer, SG Eltmann, die neunte wurde, den siebten Platz.
Da von 24 qualifizierten Teilnehmern aus den 16 Bundesländern aus unterschiedlichen Gründen (Verletzung, Krankheit, Verzicht) in der Gewichtsklasse bis 44 kg nur 15 Teilnehmerinnen an den Start gingen, hatte Annika Labs das Glück, über Freilose bis in die dritte Runde der Hauptrunde zu gelangen. Hier unterlag sie jedoch der späteren dritten, der Rheinländerin Jacqueline Bebek, Mombacher TV, nach 2:38 min durch einen Konterwurf. Nach einem vorzeitigen Trostrundensieg gegen die Mecklenburgerin Sarah-Luise Martin, VfK Bau Rostock in 2:32 min durch zwei Schulterwürfe hätte Annika Labs ein weiterer Sieg gereicht, um ins kleine Finale, den Kampf um Platz drei zu gelangen. Das jedoch verwehrte ihr Andrea Luksch, WSV Havelberg/Sachsen-Anhalt nach 2:02 min, in dem sie für einen Wurf Ippon erhielt. Die noch sehr junge, erst 16-Jährige Annika Labs war mit ihrem Gewicht von nur 37 kg allen Gegnerinnen dieser Gewichtsklasse körperlich weit unterlegen, wird aber technisch von Trainer Franz Dausch als ein Supertalent bezeichnet. Dausch rechnet fest damit, dass Annika Labs in den kommenden Jahren diese Gewichtsklasse in Deutschland weitgehend mit bestimmen wird.
|