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Europameisterin stoppt Viola Wächter beim Judo-Grand-Slam in Moskau Die Bronzemedaille beim Judo - Grand - Slam in Moskau war diesmal für Viola Wächter vom FC Schweitenkirchen zum Greifen nahe, aber im Kampf um den Poolsieg und damit dem sicheren dritten Platz unterlag sie erneut der neuen Europameisterin Telma Monteiro aus Portugal, die Nr 1 der Weltrangliste und musste sich mit dem fünften Platz begnügen. Gegen Monteiro war Wächter in diesem Jahr schon im Finale beim Worldcup in Sofia/Bulgarien unterlegen. Durch die mit dieser Platzierung erreichte Punktzahl von 60 Punkten jedoch rutschte Viola Wächter in der Weltrangliste mit jetzt 204 Punkten wieder auf den neunten Platz vor, knapp hinter Hitomi Tokuhisa, Japan, und Hajer Barhoumi, Tunesien, die beide mit 208 Punkten nur sehr knapp vor Wächter den siebten und achten Platz belegen. Da es beim Grand Slam keine Trostrunde gibt kommen nur die Sieger eine Runde weiter, für jeden Unterlegenen ist der Wettkampf endgültig vorbei. 23 der weltbesten Judofrauen waren in der Gewichtsklasse bis 57 kg am Start. Die erste Gegnerin von Wächter war die Russin Ekaterina Melnikowa, aber der Heimvorteil nutzte der Russin nichts. Nach 3:59 min beendete die Schweitenkirchenerin den Kampf vorzeitig durch einen mittleren Vorteil (Yuko) und zwei große Vorteile (Warzaari), die im Judo zu einem Ippon (Judo k.o.) zusammengefasst werden. Leider verletzte sich Wächter in diesem Kampf am Ellenbogengelenk durch Überdehnung, konnte aber weiterhin an den Wettkämpfen teilnehmen.
Damit hatte sich das Teilnehmerfeld auf nur noch acht verringert. Noch ein Sieg und der dritte Platz wäre sicher gewesen. Aber wie schon beim Wordcupfinale in Sofia war die Weltranglistenerste Telma Monteiro aus Portugal für Viola Wächter zu schnell. Bevor Wächter mit ihrem verletzten Arm zur Abwehr richtig zugreifen konnte, hatte sich Monteiro schon zu einem tiefen Schulterrad (Kata-guruma) eingedreht und beendete den Kampf nach acht Sekunden. Während Wächter auf dem fünften Platz hängen blieb und ausschied, war für die Portugiesin der dritte Platz erreicht. Ins Finale jedoch kam auch sie nicht. Die Asienmeisterin Kaori Matsumoto, Japan, gegen die Viola Wächter vor einigen Monaten sogar schon einmal siegen konnte, setzte sich knapp gegen die Europameisterin aus Portugal durch und siegte dann auch im Finale gegen Hedvig Karakas, Ungarn. Auch die zweite deutsche Teilnehmerin in dieser Gewichtsklasse bis 57 kg, Marlen Hein aus Frankfurt/Oder konnte in der unteren Poolhälfte durch zwei Siege das Poolfinale erreichen, unterlag aber dann gegen die Ungarin Karakas und belegte gemeinsam mit Wächter den fünften Platz. Hain wird in diesem Jahr nun zum ersten Mal in der Weltrangliste geführt, mit 60 Punkten auf Platz 29. Top 15 der JUDO- Weltrangliste Frauen bis 57 kg 1. Telma Monteiro, Portugal (660 Punkte) 2. Kaori Matsumoto, Japan (600) 3. Joulietta Boukouvala, Griechenland (496) 4. Hedvig Karakas, Ungarn (472) 5. Nae Udaka, Japan (320) 6. Morgane Ribout, Frankreich (252) 7. Hitomi Tokuhisa, Japan (208) 8. Hajer Barhoumi, Tunesien (208) 9. Viola Wächter, Deutschland, FC Schweitenkirchen (204) 10. Barbara Harel, Frankreich (200) 11. Sabrina Filzmoser, Oesterreich (200) 12. Yurisleidis Lupetey, Cuba (196) 13. Lila Latrous, Algerien (180) 14. Yun Hul Rim, Japan (180) 15. Sarah Clark, Großbritanien (148)
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