 | | Alexander Kreil von Donau Dojo Ingolstadt sowie Birgit Sennes und Herbert Possenriede beide vom JC Neuburg/Donau warten auf die Bekanntgabe der neuen Kyudo-DAN-Graduierungen. | Nach bestandener Prüfung können sich zwei Landkreissportler über ihren neuen DAN-Grad (Meistergrad) im Kyudo freuen, Alexander Kreil (41 Jahre) aus Reichertshofen, der diese Sportart beim Donau Dojo Ingolstadt trainiert und der Schweitenkirchener Judotrainer Herbert Possenriede (67), dessen Heimatverein die Kyudo-Abteilung des JC Neuburg/Donau ist. Aus seinem Neuburger Verein erreichte auch Birgit Sennes einen höheren DAN-Grad.Kyudo ist eine der alten japanischen Kampfkünste, die sich aus den Waffentechniken der Samurai entwickelt hat. War die Ausbildung mit dem ca. 2,25 m langen japanischen Langbogen früher nur den Samurais vorbehalten, so avancierte daraus eine weltweit beliebte Sportart. In Deutschland wird Kyudo seit 1969 betrieben und erfreut sich seitdem ständig steigender Tendenz. Kyudo verlangt von den Sportlern ein hohes Maß an Disziplin, Aufmerksamkeit, Konzentration und innere Ruhe. Der Pfeil liegt nur auf dem eigenen Finger auf, eine Zieleinrichtung wie beim traditionellen Bogenschießen gibt es nicht, der Blick ins Ziel beschreibt den Weg des Pfeils.
Beim diesjährigen EKF-Seminar (European-Kyudo-Federation) in der Sportschule des Frankfurter Waldstadions waren aus 20 europäischen Nationen 680 Kyudoka angereist. Die hohe Teilnehmerzahl kam dadurch zustande, weil in diesem Jahr in Frankfurt die einzige europaweite DAN-Prüfung stattfand und im nächsten Jahr zur DAN-Prüfung die weite Reise nach Japan angetreten werden muss.  | | Alexander Kreil, vorn, bei seiner praktischen Prüfung zum 2. DAN-Grad im Kyudo, dritte von rechts, die Mannschaftskollegin von Herbert Possenriede aus Neuburg/Donau Birgit Sennes, die ebenfalls die Prüfung zum 2. DAN bestand. | Über 12 Tage zogen sich die drei angesetzten Seminare hin: Beim C-Seminar wurden die 1. und 2. DAN-Grade geprüft, beim B-Seminar die 3. und 4. DAN-Grade und beim A-Seminar die 5. und 6. DAN-Grade. Fünf japanische Prüfer, alle Träger des 8. DAN-Grades und elf hochgradige europäische führten durch die Lehrgänge und prüften anschließend die Teilnehmer auf ihren neuen DAN-Grad. Nicht einmal 10% des A-Seminars und nur etwa 25% des B-Seminars bestanden die Prüfung zum nächsten DAN-Grad. Beim C-Seminar waren alle deutschen Teilnehmer erfolgreich, einige Ausländer jedoch mussten die Heimreise ohne neuen DAN-Grad antreten. Der Reichertshofener Kyudoka Alexander Kreil freute sich über den 2. DAN, für den er sich jetzt insgesamt 10 Jahre lang vorbereitet hatte. Der Schweitenkirchener Herbert Possenriede betreibt diese Sportart erst seit 2002 und benötigte bis zur Verleihung des 1. DAN im Kyudo genauso lange wie früher für seine beiden ersten DAN-Grade im Judo und Jiu-Jitsu, sieben Jahre. Beide Landkreis-Kyudoka wurden von den drei Japanern Ishikawa Takeo, NakatsukaShoichiro und Satake Mariko (alle 8. DAN) so wie den beiden Europäern der Französin Laurence Oriou und dem Holländer Hans de Wecker (beide 6. DAN) auf ihre praktischen Fähigkeiten hin geprüft. Zur einstündigen schriftlichen Prüfung musste ein vorgegebenes Kyudo-Thema ausgearbeitet werden.
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