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Franziska Zellner für deutsche Judomeisterschaft qualifiziert Drucken E-Mail
Verfasst von Herbert Possenriede   
08.12.2009

Überraschender dritter Platz beim deutschen Ranglistenturnier

Franziska Zellner hat gut Lachen, sie ist im Judo trotz ihrer erst 16 Jahre in der deutschen Eliteklasse bis 78 kg angekommen.
Franziska Zellner hat gut Lachen, sie ist im Judo trotz ihrer erst 16 Jahre in der deutschen Eliteklasse bis 78 kg angekommen.
Gehofft hatte der Schweitenkirchener Judo-Trainer Franz Dausch zwar schon auf ein gutes Abschneiden seines erst 16-Jährigen Nachwuchstalentes Franziska Zellner beim deutschen Ranglistenturnier der Frauen im hessischen Hadamar-Limburg, dass dabei jedoch noch der dritte Platz bis 78 kg heraussprang und damit die Qualifikation zur Deutschen Einzelmeisterschaft der Frauen, das war jedoch schon eine große Überraschung. Die mit Abstand jüngste der 14 Teilnehmerinnen in dieser Gewichtsklasse ist damit nach der bereits gesetzten Titelverteidigerin bis 57 Kg aus Schweitenkirchen, der 22-Jährigen Viola Wächter die zweite des FCS, die an den Deutschen Meisterschaften am 23./24.Januar 2010 in Bayreuth an den Start gehen darf.
Dabei startete Zellner nicht gut in ihren ersten Kampf bei den Frauen. Der Respekt vor ihren Gegnerinnen in dieser besten deutschen Altersgruppe der Frauen war einfach noch zu groß. Sie führte zwar schnell mit einer Wertung (Yuko) durch einen Wurf, dann wurde sie aber bei einem weiteren Wurfansatz durch eine kleine Unachtsamkeit sofort mit Ippon (Judo k.o.) gekontert und musste versuchen, über die Trostrunde wieder in die Platzierungen zu gelangen.
Nach einem Freilos in der zweiten Runde traf Zellner in Runde drei auf die erfahrene ehemalige Nationalkämpferin Astrid Garmeier (TSV München-Großhadern) und besiegte diese überraschend 10 Sekunden vor Schluss mit einem Haltegriff. Ab jetzt fühlte sich Franziska Zellner in dieser Klasse angekommen. Keine Chance hatte in Runde vier Mareike Schröter von den Delitscher Sportfüchsen. Auch diese Gegnerin wurde durch Haltegriff besiegt. Der fünfte Platz war somit sicher, aber Zellner wollte im fünften Durchgang noch mehr, nämlich die Fahrkarte zur deutschen Meisterschaft durch einen dritten Platz. Im Kampf gegen Anna von Berg (TH Eilbeck) glänzte Zellner wieder durch ihre großen Stärken: Konzentration, Siegeswille und Umsetzung der taktischen Vorgaben durch ihren Trainer. Zellner siegte durch O-uchi-gari (große Innensichel) vorzeitig mit Ippon. Franz Dausch war mit seiner Athletin sehr zufrieden, vor allen Dingen mit der Leistungsteigerung, die sie nach der überflüssigen Niederlage im ersten Kampf bis zum Trostrundenfinale erbringen konnte. Dausch: „Es war noch mehr drin, in Zukunft muss man auch im Frauenbereich  sehr stark mit Franziska rechnen“.

Letzte Aktualisierung ( 08.12.2009 )
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