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FCS-Trainer Franz Dausch erhält dritten Judo-DAN-Grad Drucken E-Mail
Verfasst von Herbert Possenriede   
30.12.2009

Stolzer Träger des 3. DAN-Grades im Judo, Franz Dausch, Trainer und Abteilungsleiter des FC Schweitenkirchen.
Stolzer Träger des 3. DAN-Grades im Judo, Franz Dausch, Trainer und Abteilungsleiter des FC Schweitenkirchen.
Der 48-Jährige Judotrainer und Abteilungsleiter des FC Schweitenkirchen Franz Dausch erhielt kürzlich in Eltmann/Mittelfranken vom bayerischen Judoverband nach erfolgreicher Prüfung den dritten DAN-Grad (Meistergrad) im Judo zuerkannt.

Dausch begann bereits im Alter von sieben Jahre 1968 mit dem Judosport und wurde schon im Schüler- und Jugendbereich mehrfach deutscher Meister. Höhepunkt war 1977 der Europameistertitel. Dafür bekam er vom Deutschen Judobund und vom Deutschen DAN-Kollegium (DDK) den 1. DAN verliehen. Nach vielen erfolgreichen Jahren, in denen er für den VfL Wolfsburg, dem VfL Sindelfingen und dem TSV München-Großhadern in der 1. Bundesliga kämpfte, stellte er sich 1989 erneut einer DAN-Prüfung und erhielt den 2. DAN. Im gleichen Jahr wurde er noch einmal internationaler deutscher Judomeister und trat in die Judo-Abteilung des FC Schweitenkirchen ein.

Abgelöst als internationaler deutscher Titelträger wurde  Franz Dausch 1991 durch keinen geringeren als den zweimaligen Weltmeister und Olympiasieger Udo Quellmalz, der Vorzeigeathlet der ehemaligen DDR.

Bis zur Prüfung zum dritten DAN sollte es aber noch 20 Jahre dauern. Seine Trainertätigkeit und die Erfolge seiner Schüler waren ihm wichtiger als persönliche Erfolge. Dausch machte im JUDO den ÜL-F-Schein (1989), Trainer B-Schein (1991), und den Trainer A-Schein (1993).  Als Trainer in Großhadern brachte er das Kunststück fertig, 1993 gleich drei Frauen seines Vereins zur Weltmeisterschaft zu bringen. Johanna Hagn, die zuvor einige Jahre in der Jugendmannschaft des FC Schweitenkirchen stand, kam im Schwergewicht über 78 kg mit dem WM-Titel heim, Petra Schweitzer wurde bis 66 kg siebte und Kathy Binger bis 56 kg neunte. -Von 1991 bis 2002 war Dausch Trainer der Frauen-Bundesligamannschaft des TSV Großhadern und von 2005 bis 2006 Trainer von der Männer-Bundesligamannschaft des TSV Abensberg, mit dem er als verantwortlicher Trainer 2006 den  2. Platz im Europa-Pokal und den  1. Platz in der Bundesliga erreichte.

Als Trainer der brachte er noch viele Judoka zur bayerischen, süddeutschen und deutschen Meisterschaft, Viola Wächter sogar in die Weltspitze und mit Franziska Zellner eine weitere Schweitenkirchenerin in den deutschen Nationalkader. Ab 2007 ist Franz Dausch nun auch noch Abteilungsleiter der FCS Judoabteilung.

Wegen all dieser außergewöhnlichen Leistungen um den Judosport und seiner Trainerausbildungen verzichtete der Bayerische Judoverband auf einen Großteil der DAN-Prüfung und erkannte Wurf-, Kombinations- und Bodentechniken, Prinzipien und Grundlagen als Könnensstand an. Lediglich die Gonosen no Kata, das Kernstück einer Prüfung zum dritten DAN, wurde ihm noch abverlangt. Die Gonosen no Kata ist eine Demonstration charakteristischer Gegenwurftechniken und ist für einen Zuschauer besonders eindrucksvoll anzuschauen. Dabei greift Uke (Angreifer) mit Fußtechniken, Hüft- und Schulterwürfen an und Tori (Verteidiger) übernimmt den Angriffsschwung und kontert so die Angriffstechnik. Franz Dausch hatte sich vor Weihnachten mit seinem Prüfungspartner Felix Ocker wochenlang auf den reibungslosen Ablauf dieser 12 Techniken vorbereitet und dann während der Prüfung das fundamentale Prinzip des „Siegens durch Nachgeben“ eindrucksvoll demonstriert. Die Auszeichnung mit dem dritten DAN durch den bayerischen Judoverband ist für Franz Dausch ein weiterer großer Schritt auf seiner persönlichen Erfolgsleiter.


Letzte Aktualisierung ( 30.12.2009 )
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