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Franziska Zellner wird dritte bei Deutscher Judomeisterschaft Drucken E-Mail
Verfasst von Herbert Possenriede   
14.09.2010

Platzierungen für Annika Labs und Regina Brummer


FCS-Trainer Franz Dausch (links) freut sich mir seinen drei Kämpferinnen v. li. Regina Brummer, Franziska Zellner und Annika Labs über die guten Leistungen bei der deutschen Judo-Meisterschaft in Herne/Westfalen
FCS-Trainer Franz Dausch (links) freut sich mir seinen drei Kämpferinnen v. li. Regina Brummer, Franziska Zellner und Annika Labs über die guten Leistungen bei der deutschen Judo-Meisterschaft in Herne/Westfalen
Bei den in Herne/Nordrhein-Westfalen ausgetragenen deutschen Judomeisterschaften der Frauen U20 konnte die Judoka Franziska Zellner vom FC Schweitenkirchen einen hervorragenden dritten Platz erkämpfen. Ihre Mannschaftskolleginnen Annika Labs wurde siebte und  Regina Brummer belegte Platz dreizehn.

Judoka aus allen 16 Bundesländern hatten sich im Vorfeld durch Ausscheidungskämpfe ihrer Gruppen (Nord, West, Süd-West, Süd und Ost) für die deutsche Finalrunde qualifiziert.

Ausgesprochenes „Pech“ hatten alle drei FCS-Judoka mit der Auslosung. Sie scheiterten in der Hauptrunde in ihren Gewichtsklassen jeweils an der späteren neuen deutschen Meisterin, hatten dadurch aber auch das „Glück“, in der Trostrunde zum kleinen Finale (Kampf um Platz drei) weiterhin im Rennen zu bleiben.  So konnte die süddeutsche Vizemeisterin bis 44 kg, die 17-Jährige Annika Labs, die für Bayern (Gruppe Süd) ging an den Start ging, immerhin noch den 7.Platz belegen konnte.

Bis 48 kg musste Regina Brummer gleich in ihrem ersten Kampf gegen die neue deutsche Meisterin, die Brandenburgerin Julia Pohl / Frankfurt –Oder antreten. Am Ende landete sie auf Platz 13.

Als Mitfavoritin auf den deutschen Titel war im Vorfeld auch Franziska Zellner bis 78 kg einzustufen. Die ebenfalls erst 16-Jährige Zellner bezwang nach Freilos in Runde eins in der zweiten Runde die Westfälin Laura Karrengarn, TV Wohlbeck vorzeitig durch Wurf. Im dritten Durchgang der Hauptrunde stand ihr Julia Tillmanns /Mönchengladbach gegenüber. Nach anfänglich überlegen geführtem Kampf hatte man nie den Eindruck, dass Zellner diesen Kampf verlieren könnte. Aber dann gewann Tillmanns doch noch mit Haltegriff und wurde später deutsche Meisterin. Für Zellner blieb statt der erhofften deutschen Meisterschaft nur die Trostrunde, die nur noch den dritten Platz ermöglichte. Jennifer Werner/ Hessen und Lorena Müller / Niedersachsen hatten gegen die Schweitenkirchenerin keine Chance. Beide wurden deutlich besiegt und damit hatte Zellner wenigstens noch das kleine Finale, den Kampf um Platz drei erreicht. Christiane Weidendorfer, die zweite Bayerin vom TSV München-Großhadern hatte sich als Gegnerin für Zellner in den beiden anderen Pools durchgesetzt. Beide Kämpferinnen standen sich auch schon bei der bayerischen Meisterschaft im Finale gegenüber, damals siegte Zellner durch Kampfrichterentscheid und so hätte es auch diesmal einen sehr interessanten Kampf um die Bronzemedaille geben können. Leider hatte sich Weidendorfer in ihrem letzten Kampf der Hauptrunde eine Verletzung am Ellenbogengelenk zugezogen und trat zum kleinen Finale nicht mehr an. So erreichte Zellner „kampflos“ Platz drei der deutschen Meisterschaft und bekam vom DJB eine Einladung zum deutschen Nationalkader.

Bisher größter internationaler Judo- Erfolg von Franziska Zellner

Ihren bisher größten Judo-Erfolg konnte Franziska Zellner vom FC Schweitenkirchen verbuchen. Im mit fast 600 Teilnehmern aus 16 Nationen außerordentlich gut besetzten 19. Internationalen Thüringen Pokal in Thüringens Sportschule Bad Blankenburg belegte die FCS-Judoka Franziska Zellner in der Gewichtsklasse bis 78 kg einen hervorragenden dritten Platz.

Die Nationenwertung gewann das überragende Team aus Japan mit sieben Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen vor Deutschland (4/5/9) und Frankreich (3/2/5).

Der FC Schweitenkirchen stellte von den 216 deutschen Teilnehmerinnen aus 14 Landesverbänden drei Frauen in der Altersklasse U20 mit Annika Labs bis 44kg, Regina Brummer bis 48 kg und Franziska Zellner bis 78 kg und mit  Eva Brummer bis 52 kg eine Kämpferin in der Altersklasse U17.

Wie schon bei den deutschen Einzelmeisterschaften hinterließ Franziska Zellner bei diesem großartigen Turnier erneut einen überragenden Eindruck. Ihre mentale Stärke und ihr Kampfgeist brachte sie zu ihrem bisher größten internationalen Erfolg in ihrer noch jungen Judokarriere. Vier Tage lang hatte sich Zellner in Bad Blankenburg bei einem Kaderlehrgang mit der deutschen Nationalmannschaft auf diese Wettkämpfe vorbereitet.

Ausgerechnet im ersten Kampf musste die junge Schweitenkirchenerin gegen  die sehr starke brasilianische Meisterin Beatrize Mendoca antreten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch eine harte Attacke von Seiten der Brasilianerin gegen Franziska Zellner, wachte Franziska auf, drehte den Kampf und besiegte ihre Gegnerin mit einer Festhaltetechnik. Auch gegen die Niederländerin Guusje Steenhuis gewann Zellner vorzeitig mit zwei Wurftechniken.

Ab diesem Zeitpunkt hatte ihr Trainer Franz Dausch das Gefühl: „Das wird Ihr Tag!“

Franziska Zellner freut sich mit Trainer Franz Dausch und ihrem Vater (rechts) über den 3. Platz
Franziska Zellner freut sich mit Trainer Franz Dausch und ihrem Vater (rechts) über den 3. Platz
Das Poolfinale war erreicht. Mit einer technisch sauber ausgeführten Wurftechnik- (O-uchi gari) legte sie mit Inge Ekenhorst eine weitere Niederländisch Nationalkämpferin vorzeitig auf  die Matte und nun stand sie im Halbfinale gegen ihre deutsche Nationalmannschaftskollegin Tia Berger aus Frankfurt/Oder.  Der Kampf war lange ausgeglichen. Beide versuchten all ihre taktischen und technischen Fähigkeiten voll auszuspielen und der Gegnerin einen harten Kampf zu liefern. Am Ende gewann die Brandenburgerin aus Frankfurt/Oder knapp mit einem kleinen technischen Vorteil. Somit blieb für Franziska Zellner nur noch der Kämpf  um Platz drei beim größten Turnier in dieser Altersklasse.

Auch im kleinen Finale kam ihre Gegnerin aus der niederländischen Nationalmannschaft. Die amtierende holländische Meisterin Lena Busemann sollte aber am Ende  das Nachsehen haben. Der Lohn an diesem großartigen Wettkampftag war der hervorragende „Dritte Platz“!

Ihre drei  Mannschaftskolleginnen konnten ebenfalls eine gute Leistungen vorweisen, jedoch scheiterten sie jeweils bereits in der Hauptrunde ohne die Möglichkeit, die Trostrunde zu erreichen.

Die jüngste der FCS-Frauen, Eva Brummer hatte schon am frühen Morgen ihren ersten Kampf zu bestreiten. Sie begann furios und brachte die belgische Nationalkämpferin Lea Van Overstraeten in arge Not. Doch nach 3 Min drehte sich der Kampf und Eva verlor im Boden durch eine Festhaltetechnik. Da ihre Gegnerin später im Turnier auch verloren hatte, konnte die Schweitenkirchenerin in der Trostrunde nicht mehr ins Kampfgeschehen eingreifen.

Annika Labs, die leichteste aus Schweitenkirchen, war bis 44 kg wieder einmal mehr als 4 kg  zu leicht für ihre starken Gegnerinnen. Den ersten Kampf verlor sie aber nur aus Unachtsamkeit bereits nach 10 Sekunden gegen Charlene Burlot aus der Französischen Nationalmannschaft. Labs hatte aber das Glück einen zweiten Kampf machen zu dürfen, da die Französin Poolsiegerin wurde. Hier jedoch stand ihr die amtierende deutsche Meisterin  Kunitz Andrea aus Berlin gegenüber, eine Wiederholung der Kampfpaarung von der Deutschen Meisterschaft. Wieder war Annika am Anfang sehr geschickt und konnte die Berlinerin stark in Bedrängnis bringen. Aber nach 3 Minuten war sie  mit der Kraft am Ende und verlor am Boden durch eine Festhaltetechnik.

Die dritte FCS Judoka Regina Brummer startete souverän mit einem vorzeitigen Ippon- Sieg gegen die Dänin, Mia Gullaksen ins Turnier. Im zweiten Kampf aber war die Französin Marlene Robert zu stark  und besiegte die tapfer kämpfende Schweitenkirchenerin mit einer Kontertechnik. Da auch Robert später verlor, kam Regina Brummer ebenfalls nicht in die Trostrunde.

Zwei FCS-Judomädchen beim Deutschen Ranglistenturnier

Zwei Schweitenkirchener Judomädchen der Altersgruppe U15 wurden kürzlich auf Grund ihrer Erfolge im Jahr 2009 zum Deutschen Ranglistenturnier nach Backnang/ Württemberg eingeladen. Für beide war es eine große Ehre, an einem so hohen Judoturnier teilnehmen zu dürfen. Auch in dieser für sie neuen höheren Altersgruppe war Trainer Franz Dausch mit den gezeigten  Leistungen seiner beiden 14-Jährigen Schützlinge sehr zufrieden.

Besonders Sophia Lacher, die Bayerische Meisterin und Süddeutsche Vizemeisterin der U14 von 2009, konnte in ihrer Gewichtsklasse bis 57 kg voll überzeugen. Erst im vierten Kampf der Hauptrunde, dem Halbfinale,  musste sich Lacher ihrer bayerischen Gegnerin Nadine Grünauer  geschlagen geben und verpasste so nur ganz knapp das Finale. Zuvor hatte sie ihre Gegnerinnen aus den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen, Hessen und Würtemberg deutlich besiegt. Im kleinen Finale, dem Kampf um Platz drei unterlag sie jedoch durch eine kleine Unaufmerksamkeit knapp  ihrer Gegnerin Isabell Graf, Nordrhein-Westfalen, musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben und verpasste so nur knapp die Bronzemedaille.

Die 14-Jährige Lisa Kleidorfer unterlag  in ihrer  Gewichtsklasse bis 48 kg im ersten Kampf der Hauptrunde gegen die Westfälin Nicole Stetter und musste in die Trostrunde. Hier besiegte sie zunächst die Hessin Larissa Brückner, musste dann aber gegen Jennifer Vogel, Potsdam/Brandenburg eine zweite Niederlage einstecken und schied somit aus dem Turnier aus.

Deutsche Rangliste

Der FC Schweitenkirchen war nun in allen vier Altersgruppen der weiblichen Judoka (U15, U17; U20 und Frauen) mit Kämpferinnen bei deutschen Ranglistenturnieren vertreten, für Trainer Franz Dausch ein toller Erfolg. Mit Viola Wächter und Franziska Zellner hat der FCS jetzt sogar zwei Nationalkämpferinnen.

FCS Judonachwuchs holt sieben Medaillen

Auch die jüngeren Judoka des FC Schweitenkirchen machen schon auf sich aufmerksam. Bei zwei Turnieren in München (Altersgruppe U11) und in Kitzingen (U14) kamen alle sieben FCS-Starter mit einer Medaille wieder heim. Ein mal Gold, ein mal Silber und fünf mal Bronze war das erfreuliche Ergebnis.

Trainerin Sylvia Dausch betreute beim ausrichtenden Verein MTV München die vier Buben U11, die teilweise zum ersten Mal an einem Turnier teilnehmen durften. Besonders erfreut war Dausch über die Leistung von Kilian Schäffer, der alle seine Kämpfe bis 32 kg mit Höchstpunktzahl gewann und seine Gegner Sebastian Schlosser, München und Phiip Staudigl, Lohhof, auf die Plätze zwei und drei verwies. Die  drei weiteren Schweitenkirchener Starter landeten in ihrer Gewichtsklasse auf dem dritten Platz, Jonas Boehlkau bis 30 kg, Berkay Güngör bis 36 kg und Andreas Kappelmeier bis 38 kg.

Die erfolgreichen FCS-Judobuben beim Nachwuchsturnier in München mit ihrer Trainerin Sylvia Dausch, v.l. Jonas Boelkau, Andreas Kappelmeier, Berkay Güngür, und Kilian Schäffer
Die erfolgreichen FCS-Judobuben beim Nachwuchsturnier in München mit ihrer Trainerin Sylvia Dausch, v.l. Jonas Boelkau, Andreas Kappelmeier, Berkay Güngür, und Kilian Schäffer
Zeitgleich betreute Trainerin Teresa Rettig beim Pavel- Gedächtnis- Turnier in Kitzingen zwei Buben und ein Mädchen in der Altersgruppe U14. Hier überzeugte besonders Benno Thimet in der Gewichtsklasse bis 37 kg. Nach vier siegreichen Kämpfen wurde er erst im Finale durch Richard Schönberg, TSV Abensberg besiegt und erkämpfte nach langer Wettkampfpause wieder einen hervorragenden zweiten Platz. Erik Ostler (bis 50 kg) kämpfte sich nach einem Sieg und einer Niederlage in der Hauptrunde über die Trostrunde wieder nach vorne und gewann das kleine Finale um Platz drei gegen Bastian Fleckenstein, TSV Bamberg. Genau den gleichen weg mit  einem Sieg und einer Niederlage in der Hauptrunde ging Verena Buchloh bis 33 kg. Auch sie kam in der Trostrunde bis ins kleine Finale um Platz drei und besiegte hier Anna- Lena- Brennfleck vom SC Bushido Kitzingen.

Viola Wächter holt 2 mal Bronze bei Olympiaqualifikationsturnier in Brasilien

Viola Wächter freut sich mit ihrem Trainer Franz Dausch über die beiden Bronzemedaillen aus Brasilien
Viola Wächter freut sich mit ihrem Trainer Franz Dausch über die beiden Bronzemedaillen aus Brasilien
Beim Judo Grand Slam in Rio de Janeiro, Brasilien, stand am Pfingstsamstag Viola Wächter zum ersten mal nach acht Monaten (Verletzungspause) wieder auf dem Siegertreppchen. Damals hatte sie den Word Cup in Birmingham gewonnen. Auf dem Weg zum dritten Platz besiegte sie u.a. auch die Junioren-Weltmeisterin aus Brasilien Rafaela Sylva sowie die Russin Irina Zabludina jeweils vorzeitig mit Ippon. Erst im Halbfinale musste sie sich der zweimaligen und amtierenden Vizeweltmeisterin und 2. der Weltrangliste Telma Monteiro, Portugal geschlagen geben. Dadurch erhielt Viola Wächter  für die Weltrangliste und damit für die Olypiaqualifikation in London 2012 immerhin noch 120 Punkte.

Eine Woche später stand dann in Sao Paulo ein Judo World Cup auf dem Programm.  Nach vorzeitigen Ippon-Siegen über Melissa Rodrigez, Argentinien, Hannah Martin, USA, Joliane Melancon, Canada und erneut gegen Juniorenweltmeisterin Sylva Rafaela, Brasilien, blieb sie diesmal an der Russin Irina Zabludina hängen, die sie eine Woche zuvor noch mit dem gleichen Resultat besiegen konnte. Auch bei diesem großen Weltturnier konnte sich Viola Wächter die Bronzemedaille sichern.

Mannschaftsergebnisse

Oberbayerische Mannschaftsmeisterschaft am 20.März in Fürstenfeldbruck


Mädchen U14  3. Platz mit folgender Aufstellung:

Verena Buchloh - 31 kg,  unbesetzt - 36 kg,  Aline Jakuschies - 40 kg,  Antonia Feiner - 44 kg, Lisa Obermeier - 48 kg,  Julia Stadler - 52 kg,  Kristin Milde - 56 kg.

Buben U14 7. Platz mit folgender Aufstellung:

-34 kg Kevin Brüssov,  -37 kg Benno Thimet,  -40 kg Thomas Festner und Sebastian Harastko, -43 kg Hannes Portune und Holger Mirkes,  -46 kg Erik Ostler,  -50 kg Florian Ilmberger.

Letzte Aktualisierung ( 14.09.2010 )
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