Herbert Possenriede blickt zurück auf ein für den FCS sehr erfolgreiches Judojahr 2004 und gibt einen Ausblick auf 2005.
Rückblick auf ein erfolgreiches Judojahr
Auf ein ganz besonders erfolgreiches Jahr 2004
kann die Judoabteilung des FC Schweitenkirchen zurückblicken.
Nach der Übernahme der Judoabteilungsleitung im Juni 2003 durch
Sylvia Dausch ging es mit der Abteilung steil bergauf und es wurden
wieder so tolle Erfolge wie in den 80-er und 90-ger Jahren erreicht.
Acht oberbayerische Meistertitel, dazu vier zweite und sieben dritte
Plätze wurden in diesem Jahr erkämpft, und sogar in Bayern
kamen noch ein Titel eine Vizemeisterschaft und zwei dritte Plätze
dazu.
Die
Frauenmannschaft des FC Schweitenkirchen wurde zwar zur dritten Mal
Meister der Bayernliga, verzichtete aber auf die Teilnahme an den
Aufstiegskämpfen zur zweiten Bundesliga und gab die
Qualifikation an den Vizemeister 1. JC Oberhaid (Bamberg) ab. Für
Abteilungsleiterin und Trainerin Sylvia Dausch gab es gleich mehrere
Gründe, auf einen Aufstieg zu verzichten: Es kämpfen
bereits mehrere Schweitenkirchenerinnen für andere Vereine in
der Bundesliga und diese dürften dann nur noch für
Schweitenkirchen starten. Der eigene FCS-Nachwuchs ist für eine
solche Liga noch nicht stark genug und käme wohl kaum zum
Einsatz, könnte aber in der Bayernliga durchaus schon
erfolgreich mitkämpfen. Letztendlich waren aber auch die
Finanzen entscheidend, denn eine Bundesligamannschaft käme der
Judoabteilung einfach zu teuer, es sei denn es können in Zukunft
wieder Sponsoren gefunden werden. Oberhaid wiederum schaffte den
Aufstieg, Schweitenkirchen will mit einer verjüngten Mannschaft
erneut den Bayernligatitel anstreben.
Zwei weitere
Schweitenkirchener Mannschaften konnten den oberbayerischen
Meistertitel erringen. Die Mädchenmannschaften U13 und U15. Als
einziger Verein Oberbayerns konnten zwei Altersgruppen gewonnen
werden. Die U13-Mädchenmannschaft holte sogar noch die
bayerische Vizemeisterschaft.
Den
oberbayerischen Rekord ihrer Trainerin Sylvia Dausch von 1985 mit
vier oberbayerischen Meistertiteln in einem Jahr haben Lisa Dreischl
und Monika Heckmeier fast erreicht. Je drei mal wurden sie Meister,
als Doppelstarter in der U13- und der U15-Mannschaft (im
Mannschaftswettbewerb altersmäßig möglich) und in
ihrer Altersklasse U13 im Einzel. Die weiteren Gewinner von
Einzelmeisterschaften in Oberbayern waren Brigitte Strohmeier bei den
Frauen, Stefanie Gruber sowie Eva und Regina Brummer Lisa Dreischl
startete auch noch in Erfurt beim größten europäischen
Einzelturnier der U13-Mädchen. Sie errang die Bronzemedaille im
Kampf um Platz drei gegen die Rumänin Cristina Radulescu vom
Lyzeum für Sport.
Durch diese
vielen Erfolge konnte die Judoabteilung zur nächsten
Landkreis-Sportlerehrung durch das Landratsamt Pfaffenhofen gleich 33
Sportler melden, die die Bedingungen zur Ehrung erfüllt haben.
Für den
Ehrenvorsitzenden der Judoabteilung Herbert Possenriede verlief das
Jahr 2004 ebenfalls erfolgreich. Zunächst wurde er im Januar vom
Bayerischen Judoverband mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet,
dann erhielt er auch noch die Goldene Ehrennadel für 30 Jahre
Kampfrichtertätigkeit und im September bestand er die höchste
Prüfung im Judosport, den 5.DAN.
Vorschau auf Judo-Bayernliga 2005 der Frauen
| 1. Kampftag
am 06.März in Schweitenkirchen: | FCS | -
| TSV Altenfurt (Absteiger
2. Bundesliga) |
| FCS | -
| SV
Tiefenbach | | 2. Kampftag
am 17. April in Schweitenkirchen | FCS | -
| ATSV Erlangen |
| FCS | -
| TSV
Abensberg | | 3. Kampftag
am 01.Mai in Gröbenzell | FCS | -
| TG Landshut |
| FCS | -
| 1. SC
Gröbenzell | | 4. Kampftag am
05.Juni in Bamberg | FCS | -
| SV Hirten |
| FCS | -
| Post
SV Bamberg |
FCS-Nikolausturnier bietet hochklassiges Judo
Zum zweiten
Mal hatte die Judoabteilung des FC Schweitenkirchen zum
Jahresabschluss ein Nikolausturnier für seine jungen Sportler
ausgeschrieben und 72 Judokas in der Altersgruppe bis 14 Jahre
trauten sich, an diesen Wettkämpfen teilzunehmen. Die Wettkämpfe
wurden von den Trainern je nach Leistungsstärke in drei Gruppen
eingeteilt: Absolute Anfänger, die noch an keiner Gürtelprüfung
teilgenommen haben, Fortgeschrittene, die schon die ersten farbigen
Gürtel besitzen und die Kämpferleistungsgruppe, in der
nicht weniger als sechs oberbayerische oder gar südbayerische
Einzelmeister und noch weitere Mannschaftsmeister teilnahmen.
Das
garantierte natürlich ein ganz hochklassiges Judo und die
Zuschauer in der mehr als überfüllten Halle waren von der
Vielzahl der wunderschönen Ipponwürfe (Ganzer Punkt und
damit Judo-k.o.) voll begeistert, auch darüber, dass die Mädchen
gegen Buben ausgezeichnet mithalten und viele Gewichtsklassen für
sich entscheiden konnten.
Aber auch die
Anfänger machten schon sehr schöne Kämpfe, so dass
sich die beiden Trainer Sylvia Dausch und Herbert Possenriede, die
beide auch als Kampfrichter fungierten, über viele neue junge
Talente freuen konnten. Einige von ihnen wurden schon zu
Trainingsstunden in die Kämpferleistungsgruppe eingeladen.
Es wurde vier
Stunden lang auf zwei Matten gekämpft. Dann standen die Sieger
in den einzelnen Gewichtsklassen fest:
Anfängergruppe:
Bis 22 kg Lisa Obermeier, bis 26 kg Stefan Pfab, über 30 kg
Vincent Altenburg (ein Judoka aus der Sport nach 1-Gruppe)
Fortgeschrittenengruppe:
Bis 24 kg Andreas Hirschberger, bis 26 kg Nils Hinne, bis 30 kg
Stephanie Schwazer (Sport nach 1-Gruppe), bis 36 kg Tina Schönauer,
über 40 kg Maximilian Boos.
Kämpferleistungsgruppe:
bis 29 kg Mona Lewisch, bis 32 kg Regina Brummer, bis 35 kg Jessica
Schmidt, bis 40 kg Felix Ocker, bis 55 kg Markus Zellner und plus 60
kg Michael Felber.
Die
Siegerehrung wurde gleich anschließend während einer
kleinen Nikolausfeier im FCS-Vereinsheim vom Nikolaus vorgenommen.
Alle teilnehmenden Kinder bekamen eine Urkunde und eine
Nikolausmedaille und die ersten drei je Gewichtsklasse einen kleinen
Pokal.  | | Die Judo-Kinder des FC Schweitenkirchen warten auf den Kampfbeginn. |
Judo-SV-Kurs war ein großer Erfolg
Ein sehr
beeindruckender Judokurs mit angewandten Selbstverteidigungstechniken
ging Weihnachten beim FC Schweitenkirchen zu Ende. An zwölf
Abenden (freitags) und elf Wiederholungsabenden (mittwochs) lehrte
der Judotrainer Herbert Possenriede (5. DAN) Grundtechniken des Judo,
die er mit Techniken aus anderen Budo-Sportarten (Ju-Jutsu, Karate,
Aikido und Teakwondo) zur effektiven Selbstverteidigung verknüpfte.
Die Teilnehmer, meistens Mütter oder Väter von Judo-Kids
des FC Schweitenkirchen hatten ein Durchschnittsalter von ca.40
Jahren, der jüngste war 20, der älteste schon über 60
Jahre alt.
Die meisten
seiner Kursteilnehmer waren von diesem Lehrgang so sehr begeistert,
dass einige sich zu Beginn des neuen Jahres der Judoabteilung
angeschlossen haben und jeden Mittwoch Abend ab 19:30 Uhr am Training
teilnehmen, mit dem Ziel, demnächst auch farbige Gürtel zur
Judokleidung tragen zu dürfen. Weitere Interessenten, auch
absolute Anfänger, sind auch jetzt noch in der Turnhalle in
Schweitenkirchen beim Judo im FC herzlich willkommen.
 | | Teilnehmer des Judokurses beim FC Schweitenkirchen |
Ehrung durch BJV
Der Trainer
und Ehrenvorsitzende der Judo-Abteilung des FC Schweitenkirchen, der
63-Jährige Herbert Possenriede, wurde Anfang Januar beim
Oberbayerischen Bezirkstag in Bad Aibling vom Präsidenten des
Bayerischen Judoverbandes, Gerhard Fleißner, Coburg, aufgrund
besonderer Verdienste und Leistungen mit der Ehrennadel des BJV in
„Gold mit Kranz und Urkunde“ ausgezeichnet.
Herbert
Possenriede besitzt seit über 35 Jahren die Übungsleiter
Fach-Lizenz für Judo (01.06.1969) und ist somit der
dienstälteste Übungsleiter Bayerns. Außerdem ist er
der Gründer der Judoabteilungen des SV Lohhof (1972) und des FC
Schweitenkirchen (1981).
Seit über
35 Jahren ist Herbert Possenriede an führenden Positionen in
Sportvereinen tätig. Im September letzten Jahres hat er den
höchsten im Judo mit Prüfung erreichbaren DAN-Grad , den
5. DAN erworben. (Schweitenk. Rundschau berichtete darüber).
 | | Von links: Der Präsident des Bayerischen Judoverbandes, Gerhard Fleißner, Coburg, Helmut Angerer, Berchtesgaden, goldene Ehrennadel mit Kranz vom Bezirk Oberbayern für 30 Jahre Kampfrichter, Herbert Possenriede, Schweitenkirchen, goldene Ehrennadel mit Kranz und Urkunde von Bayern, Dieter Huber, München, 1. Vorsitzender des Bezirks Oberbayern-Judo und Bernd Röder, Nussdorf, Kampfrichterobmann des Bezirks Oberbayern. |
Guter Start ins neue Jahr
Das
erste große A-Turnier im Bayerischen Judo-Verband in
diesem Jahr fand in Postbauer-Heng bei Nürnberg statt. Es zog
sich über zwei Tage hin und über 400 Teilnehmer aus 40
Vereinen nahmen daran teil. Der FC Schweitenkirchen war mit sieben
Mädchen und drei Buben am Start. Die jungen FCS-Judokas konnten
zwar keinen Gesamtsieg verzeichnen, landeten aber gleich fünf
mal auf dem Treppchen, zwei mal auf Platz 2 und drei mal auf dem
dritten Platz.
In der
Gewichtsklasse bis 33 kg der weiblichen Jugend U14 kam Regina Brummer
bis ins Finale, unterlag hier nur knapp gegen Sophia Öxler,
Kipfenberg, und erhielt die Silbermedaille. In der gleichen
Gewichtsklasse kam Mona Lewisch auf den 13. Platz. Bis 30 kg kam Eva
Brummer bis ins Halbfinale, musste dann aber nach einer Niederlage
gegen Julia Töpfer, Eltmann, in die Trostrunde und sicherte sich
hier mit einem Sieg über Nadja Übler, Falkenhaim, die
Bronzemedaille. Den siebten Platz in dieser Gewichtsklasse erreichte
Katja Kastner. Über 63 kg konnte erneut Monika Heckmaier
überzeugen. Lediglich im Finale unterlag sie gegen Helena
Steinmüller, Eltmann.
Auch bis 57
kg der weiblichen Jugend U 17 hatte der FCS zwei Kämpferinnen am
Start, Stefanie Gruber und Karen Mursch. Beide kamen durch zwei Siege
in ihrem Pool ins Halbfinale. Dort mussten beide eine Niederlage
einstecken und erreichten in der Trostrunde wieder jeweils in
unterschiedlichen Pools das kleine Finale um jeweils Platz drei. Hier
siegte dann Stefanie Gruber gegen Hannah Theisinger, Falkenhaim, und
Karen Mursch gegen Katharina Uhrmann, Grafenau. Gemeinsam kamen sie
damit auf Platz drei und erhielten je eine Bronzemedaille.
Diesen Platz
verpasste Mic Dreischl nur ganz knapp. Er konnte zwar das kleine
Finale um Platz drei erreichen, unterlag aber hier gegen Christopher
Schwab aus Schweinfurt und wurde fünfter der männlichen
Jugend U13 bis 37 kg. Jens Hinne kam in dieser Gewichtsklassen noch
auf Platz sieben, während Felix Ocker bis 46 kg den13. Platz
belegte.
Die
Bayerischen Meisterschaften der weiblichen U17 in Ingolstadt
waren zahlenmäßig sehr gut besucht. 38 Teilnehmerinnen bis
52 kg mit Teresa Rettig und 37 Teilnehmerinnen bis 57 kg mit Stefanie
Gruber und Karen Mursch vom FCS waren am Start. Während Stefanie
Gruber vorzeitig ausschied konnten Karen Mursch und Teresa Rettig in
ihrer Gewichtsklasse jeweils einen 13. Platz belegen.
Beim
Bavaria-Cup der Mädchen U14 und U17 in München
jedoch wurde wieder ordentlich gepunktet. Am Ende sprang in der
Mannschaftswertung für den FC Schweitenkirchen hinter dem
Olympiastützpunkt TSV München-Großhadern und SG
Eltmann (Franken) ein sehr beachtlicher dritter Platz heraus. Dazu
konnten im Einzelnen
Stefanie
Gruber, 1. Platz bis 57 kg, Eva Brummer, 2. Platz und Katja Kastner,
9. Platz,beide bis 30 kg, Annika Labs, 3. Platz, Regina Brummer, 7.
Platz und Julia Widmann, 17. Platz, alle bis 33 kg, Jessica Schmidt,
9. Platz bis 36 kg, Lisa Dreischl, 3. Platz bis 44 kg, Franziska
Zellner, 5. Platz bis 48 kg, Teresa Rettig, 9. Platz bis 52 kg und
Monika Heckmaier 3. Platz über 63 kg beitragen.
Beim
oberbayerischen Ranglistenturnier der männlichen Jugend
U14 in Weilheim kamen alle drei FCS-Starter aufs Treppchen und
konnten Punkte für die Oberbayernauswahl sammeln. Bis 37 kg wäre
es bei 19 Teilnehmern fast sogar zu einem rein Schweitenkirchener
Finale gekommen Es siegte Jens Hinne und erhielt die Goldmedaille,
dritter wurde Mic Dreischl, der das Halbfinale und damit den Einzug
ins Finale knapp verpasste. In der Gewichtsklasse bis 43 kg erreichte
Felix Ocker die Bronzemedaille.
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